Speichern unter ...

Oft erwische ich mich dabei, wie ich am liebsten auf der rechten Seite meines Sofas mit dem Finger darauf tippen möchte, um den Moment festzuhalten. Ehrlich gesagt, kann man nicht alles festhalten und das ist keine Überraschung. Das gilt vor allem für Fotos. Du hast es sicherlich schon mal erlebt, wie Du in einem dunklen Raum gesessen bist und nicht gerade den passenden Blitzkopf oder Ähnliches zur Hand hattest.

Du denkst also darüber nach, wie Du diesen Moment perfekt auf ein Bild bringen kannst, verpasst aber den Moment. Was lernen wir daraus, der Moment lässt sich vor allem dort speichern, wo man es am wenigsten erwartet und man nur selbst wieder hervorholen kann. Im Kopf und im Herzen. Sei Du also selbst die Kamera, die Du gerne hättest und nutze den Blitz Deiner Worte. Manchmal kann man mit ein paar Worten, das perfekte Bild in einem anderen auslösen. Das wirst Du garantiert nie vergessen.

Dein Daniel

Stinktier im Orangensaft.

Mein Sohn hat mir neulich sein Stinktier gezeigt. Nicht seine Windel, sondern ein kleines Stinktier, dass in einem Ü-Ei versteckt war und nur darauf wartete, zusammengebaut zu werden. Er präsentierte es mir stolz und ließ es kurzerhand darauf in den Orangensaft fallen.
Ich staunte nicht schlecht und er grinste über beide Ohren hinweg. Ist es so einfach, sich glücklich zu fühlen?
Ein Erwachsener käme nie auf die Idee, ein Stinktier in einen Orangensaft oder gar einen Kaffee zu schmeißen. Hier geht es auch nicht um den persönlichen Geschmack. Was für mich zählt und da bin ich meinem Sohn dankbar, ist die Art und Weise, wie man auf die alltäglichen Dinge schaut. Wie man aus einem einfachen Orangensaft einen Garten der Freude anbaut.

Räume erschließen.

Oft starrt man ins Leere und findet nichts. Wenn man aber auf halber Strecke mitgenommen wird, verändert sich alles. Man verliert die Worte, man verliert den Blick. Alles zu einem und eines zu allem. Doch auch im Nebel der Worte findet man das Glück.  Man muss nur genau hinschauen. Ein Vogel, der gerade wegfliegt. 

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Schau mir ins Licht.

Bilder müssen wirken. Extragroß und extrastark. Ich habe das Gefühl, dass Du das Licht in Dir aufsaugst. Den Moment einfach anlächeln, als könnte man das Licht schlucken, als würde man am Licht wachsen. Wächst Du mit mir, drücke ich ab. Ich habe den Finger am Auslöser. 

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